Mittwoch, 24. April 2019
Notruf: 112

Was tun bei einem Fettbrand?

Küchenbrände entstehen oft dadurch, dass sich Fette oder Öle selbst entzünden. Schnell passiert es, dass die Pfanne oder der Topf auf der angeschalteten Herdplatte vergessen wird, weil ein Telefonat oder der Besuch an der Haustür die Aufmerksamkeit fordert.

 
Bevor das Fett anfängt zu brennen, muss es über den Siedepunkt bis zum Flammpunkt erhitzt werden, was durch eine starke Rauchbildung zu erkennen ist. Wird der Flammpunkt erreicht, entzünden sich die Dämpfe.
 
Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Löschen noch kein Problem. Herdplatte abstellen, Deckel auf Topf oder Pfanne legen und der Brand erstickt in kürze. Beim Deckelauflegen besteht Verbrennungsgefahr, daher sollten Hand und Arm geschützt werden. Dafür können sie einem Feuerfesten Handschuh, Grillhandschuh oder einem wassergetränktem Handtuch, welches um die Hand und den Arm gewickelt wird, verwenden. Lassen Sie die Pfanne oder den Topf mit Deckel ein paar Minuten abkühlen, bevor Sie den Deckel entfernen.
 
Leider passiert es aber immer wieder, dass Leute aus Panik oder Unwissenheit nicht zum Deckel sondern zum Wasser greifen. Wenn Wasser in eine Pfanne mit brennendem Fett geschüttet wird, verdampft es explosionsartig. Das verdampfende Wasser reißt brennende Fettpartikel mit und erzeugt dadurch eine Stichflamme, die bis zu vier Meter groß werden kann.
Daher Fettbrände niemals mit Wasser löschen und laufen sie auf keinen Fall mit brennenden Töpfen durch die Wohnung!!
Verständigen sie die Feuerwehr unter 112, wenn Sie nicht sicher sind ob das Feuer aus ist.
 
Folgen sind Verbrennungen und Verbrühungen von Haut und Haaren. Zusätzlich greifen die Flammen schnell auf andere brennbare Gegenstände über.
Fettgetränkte Filter bieten dem Feuer zusätzliches Brennmaterial und beschleunigen die Brandausbreitung. Daher sollten Filter von Dunstabzugshauben, nach Herstellerangaben getauscht und gereinigt werden.